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Mitreißender Saxofonsound erfüllte die Stiftskirche
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Heimspiel in ungewohnter Akustik für das hervorragende Quartett „Sax mal anders”
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Von Pia Geimer
Mosbach. Zum Abschluss der diesjährigen Reihe „Musik zur Marktzeit” hatte das Mosbacher Bezirkskantorat noch einen besonderen Höhepunkt in petto, der am vergangenen Samstag für eine vollbesetzte Stiftskirche sorgte. Die vier jungen Saxofonisten des Quartetts "Sax mal anders" sind sicherlich nicht gerade spezialisiert auf sakrale Musik, sie schienen aber die ungewohnte Kirchen-Akustik für ihr unzweifelhaft weltliches Programm sehr zu genießen und wussten vor allem in den melodiösen Balladen gekonnt damit zu spielen.
Die Truppe fand sich im November 2001, als die vier bereits im ersten Anlauf beim renommierten Bundeswettbewerb "Jugend musiziert" Preisträger wurden. Ihr Repertoire umfasst neue eigene Arrangements von bekannten Rock-, Jazz- und Bluesstücken, aber auch spri-
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Das Saxofonquartett "Sax mal anders" brillierte beim Abschluss der diesjährigen Reihe "Musik zur Marktzeit" in der Stiftskirche. Foto: Pia Geimer
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tzige Eigenkompositionen, die meist aus der Feder von Tenorsaxofonist Nicolai Pfisterer stammen. "Sax mal anders", das sind vier höchst individuelle Musiker, die auch auf der Bühne ihre jeweiligen Temperamente einbringen und doch wie aus einem Guss agieren: Benedikt Gareis präzises rhythmisches Fundament am Baritonsax, der mit seinem knackigen Ansatz stellenweise fast perkussive Effekte erzielte, der zurückhaltende „Kopf” des Quartetts, Nicolai Pfisterer mit seinen durchdachten Soli am Tenorsax, Sebastian Winkler (wahlweise Alt- oder Tenorsax), der sich mit Michael Jacksons Moonwalk diesmal sogar tänzerisch betätigte, und Manuel Dahner am Altsax, der mit seinem energiegeladenen Spiel und humorvollen Ansagen in diesem Kurzprogramm so etwas wie die Frontmann-Funktion erfüllte.
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Die vier Saxofonisten zeigten einen mitreißenden Querschnitt ihres Könnens und dürften unter den vielen Newbees im Publikum auch wieder etliche neue Fans gewonnen haben. Als besonders wirkungsvoll erwiesen sich die melodischen Balladen, wie das wunderschöne "More Than Words", in dem die vier geradezu atemberaubende Akkorde in die Akustik der Stiftskirche schickten und wie auch später in der homophonen Ballade "Forecast" virtuos mit dem Hall und den diversen akustischen Möglichkeiten des Kirchenraumes spielten.
Ob das Michael Jacksons „Thriller” oder „Odd Job” von der Kölner Saxofon-Mafia war, „I feel Good” oder „Unchain my Heart” - die Arrangements sind stets durchdacht und peppig, die Ausführung von einer bestechenden Präzision und Qualität, die das Markennzeichen von "Sax mal anders" ausmacht.
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Zum Abschluss und als Dank für den begeisterten Applaus präsentierten die vier Jungs ihr bereits legendäres Bodypercussion-Stück "Dromedar mit den zwei Höckern" und stampften und trommelten zu den orientalischen Schlangenbeschwörermelodien von Sebastian Winklers Sopran-Sax, bis Hände und Füße brannten. Am härtesten dabei traf es Manuel Dahner und Benedikt Gareis, die Nicolai Pifsterer mit seinen eingestreuten Vokalimprovisationen genüsslich zappeln und weitertrommeln ließ, während er selbst sich eine kleine Erholungspause gönnte.
Auch in der Kurz-Kür wahrlich sehens- und hörenswert, das hinreißend musizierende Quartett "Sax mal anders", für die das Abschlusskonzert der Marktmusiken ein echtes Heimspiel darstellte, wenn auch eines in ungewohnter Räumlichkeit mit reizvoller Akustik.
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