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Hut ab vor einer großartigen Leistung
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Das junge Saxofonquartett „Sax mal anders” brachte drei Stunden lang die alte Aula des Auguste-Pattberg-Gymnasiums zum Kochen
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Von Pia Geimer
Neckarelz. Wer diese Jungs noch nicht kennt, der hat eindeutig was versäumt. Und wer immer dachte, drei Stunden seien zu lang für ein Konzert, der sah sich am Samstagabend eines besseren belehrt. Denn das waren sehr kurzweilige und amüsante drei Stunden in der alten Aula des Auguste-Pattberg-Gymnasiums Neckarelz, von denen keine einzige Minute zu viel war.
Die vier Saxofonisten Sebastian Winkler, Manuel Dahner, Nicolai Pfisterer und Benedikt Gareis boten gemeinsam mit Wolfgang Disch an den Drums eine absolut mitreißende Vorstellung voller Schwung und Humor und einer beeindruckenden Präzision im Zusammenspiel.
Das Quartett „Sax mal anders” existiert seit 2001, als sich die Vier auf Anregung ihres Lehrers Ralf Schweizer zum Unternehmen „Jugend Musiziert” aufmachten. Sie landeten damals auf Anhieb als Preisträger auf dem Bundeswettbewerb und haben seither etliche renommierte Preise eingeheimst.
Ihr Repertoire umfasst neue
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Sehr kurzweilige und amüsante drei Stunden, von denen keine einzige Minute zu viel war, bereitete das Saxofonquartett „Sax mal anders” seinem Publikum im Auguste-Pattberg-Gymnasium.
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von Sting, die kunstvoll anarchischen Titel der Kölner Saxophon Mafia wie „Odd Job” und „Chromatic Mousetrap” oder schließlig die spritzigen Eigenkompositionen von Nicolai Pfisterer, von denen sie an diesem Abend „Blechschaden” und das ulkige „Dromedar mit den zwei Höckern” im Programm hatten.
Für letzteres musste sogar bestimmtes Schuhwerk angelegt und die Jacken entfernt werden. Wem im Publikum zuvor noch nicht ganz klar gewesen war, was ein Dromedar auf einer Festplatte macht, der durfte erleben, dass so ein Tier in bester „stomp” -Manier steppen kann, wegen der festen und klangstarken Unterlage mit einem einfachen Stück Küchenarbeitsplatte unter den Hufen. Die Jungs steppten und stampften und trommelten mit sichtlicher Hingabe und ohne Rücksicht auf anschließend brennende Körperteile ein mitreißendes Stück Bodypercussion auf die Bühne, begleitet und angefeuert vom Sopransax mit verschwörerischen orientalisch anmutenden Arabesken.
Zum Abschluss gab es noch
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Arrangements von bekannten Rock-, Jazz- und Bluesstücken, aber auch fetzige Eigenkompositionen aus der Feder des „musikalischen Kopfes” der Truppe, Nicolai Pfisterer. Für ihn war das Konzert in Neckarelz ein Heimspiel, denn er hat sich als kleiner blonder Fünftklässler vor Jahren im APG-Blasorchester seine ersten musikalischen Sporen verdient.
Bei „Sax mal anders” scheint es keinen eigentlichen Boss zu geben. Sobald sie auf der Bühne stehen, ist jeder von
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den Vieren mal dran, mit dem, was er am besten kann, sei es mit witzigen Ansagen und gefühlvollen Balladen von Manuel Dahner am Altsax, entfesselten Jazzsoli von Sebastian Winkler (wechselweise Sopran-, Alt- oder Tenorsax), Bodypercussion und komplexen Tenorsax-Vocalisen von Nicolai Pfisterer oder mitreißendem Drive von der „Rhythmusgruppe” Benedikt Gareis am Baritonsax. Auch für Gastdrummer Wolfgang Disch gab's ordentlich zu tun und Platz für tempera-
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mentvolle Soloeinlagen. Die Saxofonisten sind auf der Bühne durch ihre Unabhängigkeit von Mikrofonen und Ständern sehr beweglich und nutzen diese Freiheit hingebungsvolll aus, ohne dass auch nur ein Strichlein ihrer beeindruckenden makellosen Intonation und rhythmischen Präzision verloren geht. Sie scheinen alles zu beherrschen und sich in allen Genres gleich wohl zu Fühlen - ob das melodische Balladen sind wie ”More than Words„ von Extreme oder ”Fragile„
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den herrlichen Rausschmeißer „Yuppieville Rodeo” von den Itchiy Fingers und als Zugaben den Big-Band-Klassiker „Here Comes Julien” und das nostalgische Liedchen von der schlauen kleinen „Biene Maja”.
An diesem Abend konnten möglicherweise auch die hartgesottenen Klassikfans zum Saxophon bekehrt werden. Eine wahre Augen- und Ohrenweide, was dieses junge Ensemble da zauberte. Hut ab, eine tolle Performance!
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